Gefährdete Räume - Verdeckte Gewalt gegen Frauen

Nachricht 21. November 2019

Veranstaltung der LAG Frauen- und Gleichstellungasarbeit der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen 

Zu Hause leben Frauen am gefährlichsten. Gerade im Intimen, eigentlich »geschützten« Raum droht Gewalt. Übergriffe gegen Frauen und Kinder in der Familie werden in Deutschland als Straftat geahndet – sofern Anzeige erstattet wird. Die strafrechtliche Verfolgung und die Enttabuisierung häuslicher und sexualisierter Gewalt sind Errungenschaften der Frauenbewegung.
Seit den 1970er Jahren haben Frauen diese Form der Gewalt in die öffentliche Diskussion gebracht, und wir wollen weiterhin auf diese Verbrechen aufmerksam machen. Frauen, Mädchen und Jungen erleiden immer noch körperliche, sexualisierte und strukturelle Gewalt. Dies geschieht häufig im Verborgenen.
Opfer bleiben still, aus Scham und Angst vor Verharmlosung und weiterer Bedrohung. Den Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen“ nehmen wir zum Anlass, auf gefährdete Räume aufmerksam zu machen und Wege zu zeigen
• zur Prävention von Gewalt,
• zur Aufklärung über die Rechte Betroffener,
• zum Schutz und Empowerment von Mädchen und Frauen,
• zu einem freien Leben – ohne Gewalt in häuslichen, kirchlichen und virtuellen Räumen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und die Gespräche miteinander,
Ihre
Dr. Andrea Schrimm-Heins
Frauenarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg
Hella Mahler
Gleichstellungsbeauftragte der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Bettina Rehbein
Theologische Referentin, Frauenwerk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Vorstand der LAG Frauen- und Gleichstellungsarbeit der Konföderation ev. Kirchen in Niedersachsen

REFERENTINNEN
Jasna Strick
Autorin, Bloggerin, Mit-Initiatorin des Hashtags #aufschrei, Berlin
Ingeborg Wibbe
Beraterin bei Wildwasser, Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen, Oldenburg
Hella Mahler
Ansprechpartnerin für Opfer sexualisierter Gewalt in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

PROGRAMM
Begrüßung
„Gefährliche Räume im Netz“
Jasna Strick
„Warum häusliche Gewalt kein privates Problem ist“
Ingeborg Wibbe
„Wie die evangelische Kirche mit sexualisierter Gewalt im Raum Kirche umgeht“
Hella Mahler

Podiumsgespräch mit den drei Referentinnen

Ort: „Werkstattfilm“, Wallstraße 24, 26122 Oldenburg

Zeit: Freitag, 22. November 2019, 16.00 bis 19.00 Uhr 

ANMELDUNG
Ev. Frauenarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg
Gottorpstraße 14, 26122 Oldenburg
Tel: 0441 7701-444
E-Mail: frauenarbeit@kirche-oldenburg.de
www.frauenarbeit.kirche-oldenburg.de