davidstern

 

Davidstern im Giebel eines Hauses in Jever; Foto: Gregor Helms / CC BY-SA 3.0 de

Judentum

Das christlich-jüdische Gespräch in Niedersachsen

Vier der fünf Kirchen der Konföderation drücken ihre besondere Beziehung zum Volk Israel, zum Judentum in ihrer Verfassung bzw. Kirchenordnung aus.

Alle fünf Kirchen gemeinsam sehen es als ihren Auftrag, „gegen jede Form des Antisemitismus und Antijudaismus in unserer Gesellschaft aufzustehen und konkret zu handeln", so der Vorsitzender des Rates der Konföderation Landesbischof Ralf Meister.

Aufgrund der tiefgreifenden Bedeutung des Judentums für das Christentum haben viele Kirche spezielle Beauftragungen bzw. Einrichtungen für das christlich-jüdische Gespräch.

Eine Übersicht für die evangelischen Kirchen in Niedersachsen:

Evangelisch-reformierte Kirche

Die Evangelisch-reformierte Kirche hält als zentralen Verfassungsgrundsatz fest:
„Gott hat Israel zu seinem Volk erwählt und nie verworfen. Er hat in Jesus Christus die Kirche in seinen Bund hineingenommen. Deshalb gehört zum Wesen und Auftrag der Kirche, Begegnung und Versöhnung mit dem Volk Israel zu suchen.“ (§ 1,2)
Die Synoden wie die Gemeinden sind verpflichtet, „das Gespräch mit Juden zu suchen und die Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft zu fördern und dem Antijudaismus zu widersprechen.“ (§ 69,9)
Quelle: www.kirchenrecht-erk.de

Ausschuss für das christlich – jüdische Gespräch
Vorsitzender: Pfr. Uwe Wiarda
Kirchstr. 16, 26789 Leer
Tel.: 0491 2602
uwe.wiarda@reformiert.de
www.reformiert.de/kirche-und-israel.html

Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers hat in Artikel 1 Absatz 2 ihrer Verfassung den Satz angefügt:
„Zeugnis, Mission und Dienst erfolgen in Gemeinschaft mit anderen christlichen Kirchen und im Zeichen der Treue Gottes zum jüdischen Volk.“
Artikel 4 wurde um einen Absatz ergänzt: „Die Landeskirche ist durch Gottes Wort und Verheißung mit dem jüdischen Volk verbunden. Sie achtet seine bleibende Erwählung zum Volk und Zeugen Gottes. Im Wissen um die Schuld unserer Kirche gegenüber Juden und Judentum sucht die Landeskirche nach Versöhnung. Sie fördert die Begegnung mit Juden und Judentum.“
Quelle: www.kirchenrecht-evlka.de/document/ 

Arbeitsstelle „Kirche und Judentum“
www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/ueberblick/

Beauftragte „Kirche und Judentum“
Prof. Dr. Ursula Rudnick
Archivstr. 3, 30169 Hannover,
Tel.: 0511 12 41-587, Fax: 05 11 12 41-499
Ursula.Rudnick@gmx.de
www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de

Arbeitsfeld „Judentum“ im Haus kirchlicher Dienste
www.kirchliche-dienste.de/arbeitsfelder/judentum/

Begegnung - Christen und Juden. Niedersachsen e.V.
www.begegnung-christen-juden.org

Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig

In der Präambel ihrer Verfassung erklärt die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig:
Durch ihren Herrn Jesus Christus wisse sie sich „hineingenommen in die Verheißungsgeschichte Gottes mit seinem auserwählten Volk Israel.“
Quelle: www.landeskirche-braunschweig.de/fileadmin/

Arbeitsgemeinschaft Kirche und Juden
Vorsitzender: Pfr. Dr. Christoph Kumitz-Brennecke,
Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig, Referat 22,
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 1, 38300 Wolfenbüttel,
Tel.: 05331 802-161
christopher.kumitz-brennecke@lk-bs.de

Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg

In den grundlegenden Bestimmungen der Kirchenordnung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg heißt es in Artikel 1, Absatz 2: „Die Kirche weiß von dem in der Selbstoffenbarung Gottes in Jesus Christus weitergeführten ungekündigten Bund Gottes mit seinem Volk Israel.“
Quelle: www.kirchenrecht-oldenburg.de/document/23313

Beauftragte für „Kirche und Judentum“
Oberkirchenrätin Annette-Christine Lenk
Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, Dezernentin für Gemeindedienst und Pfarrdienst Dezernat 1,
Philosophenweg 1, 26121 Oldenburg,
Tel.: 0441-7701130
Annette-Christine.Lenk@kirche-oldenburg.de

Evangelisch-lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe

Theologischer Referent beim Landesbischof
Jan Peter Hoth
Landeskirchenamt Bückeburg
Bahnhofstraße 6
31675 Bückeburg
Tel.: 05722 960-235
Fax: 05722 960-22
j.p.hoth@lksl.de
www.landeskirche-schaumburg-lippe.de/leitung/

Netzwerk „Christlich-jüdischer Dialog in Niedersachsen“

In Niedersachsen steht ein ökumenisch ausgerichtetes Netzwerk allen Institutionen und Einzelpersonen offen, die sich als Multiplikator/inn/en haupt- oder ehrenamtlich im christlich-jüdischen Dialog in Niedersachsen engagieren. Das Netzwerk „Christlich-jüdischer Dialog in Niedersachsen“ ist eine Initiative des Arbeitsfeldes „Kirche und Judentum“ im Haus kirchlicher Dienste, Hannover. Die Mitgliedschaft ist kostenlos.
www.kirchliche-dienste.de/arbeitsfelder/judentum/netzwerk